Rückblick GBSL-Spieltage 5 und 6 in Hamburg

 

Der Heimspieltagswochenende des HSV ist vorüber und es wird nun Zeit, Bilanz zu ziehen. Beginnen wir mit dem Spieltag an sich.

 

 

 

Wir als HSV-Beachsoccer sind mehr als zufrieden mit den gelungenen Spieltagen 5 und 6 in der Hansestadt. Das Wetter war bombastisch gut und auch auf der Anlage klappte alles. Die extra aufgestellten Tribünen waren stetig gefüllt und auch die Angebote um das Spielfeld herum wurden ausgiebig genutzt. Nebenbei wurde auch noch Beach Soccer gespielt und zwar richtig: Fast genau 10 Tore pro Spiel bekamen die gut 700 Zuschauern an beiden Tagen zu sehen.

 

 

 

Dass dieses Event im Wilhelmsburger Inselpark so gut verlief ist eine Reihe von Personen zu verdanken.

 

 

 

Zum Beispiel Jussi Romppanen (HSV-Beachsoccer), Tobias Lietz und Pia Wilke (beide HSV e.V.) für die gesamte Organisation des Events inklusive Auf- und Abbau. Weiterhin auch Patrice Schumacher (HSV e.V.)  für die Durchführung der Veranstaltung sowie Bernd Dankowski (hansebeach) für die Organisation und die Beheimatung der Spieltage auf der Fläche des hansebeach.

 

 

 

Dazu kommen noch etliche Helfer aus dem Team des HSV-Beachsoccer sowie die Balljungen unsere beiden Moderatoren als auch alle Helfer an den Mitmachfeldern.

 

 

 

Kommen wir zur sportlichen Seite des Wochenendes. Der HSV war mit guter Vorbereitung und dem ambitionierten, aber nicht unrealistischen Wunsch nach 9 Punkten in das Abenteuer Heimspieltag gestartet.

 

 

 

Das sah im ersten Spiel

 

 

 

Wuppertaler SV Beach Soccer vs. HSV-Beachsoccer 4:5

 

 

 

noch sehr positiv aus. Nach einer 0:1 Führung durch Ali Bagheri konnte der WSV das Spiel kurzzeitig auf 2:1 drehen. Nach einer längeren Phase ohne Tor war es Marco Bugla der einen präzisen Abwurf punktgenau mit der Brust in die Mitte ablegte, wo Martin Streuer mit der Picke nur noch vollenden musste. Von da an legte der HSV los und nahm das Heft spielerisch in die Hand. Nachdem Nico Ploog kurz zuvor noch eine Chance hat liegen lassen, lies er sich kurze Zeit später nicht lange bitten und nahm im halbrechten Mittelfeld den Ball hoch und vollendete sehenswert zum 2:3. Die Hamburger waren jetzt am Drücker und es gelangen jetzt auch Kuriosiäten. So wie das Tor von Kapitän Felix Kuberski, der mit dem Ball am linken Fuß von der rechten Seite in die Mitte des Platzes zog und sehenswert ins untere linke Eck vollendete – 2:4 für die Rothosen. Und der HSV war noch nicht fertig. Einer langer Ball von Martin Streuer quer über das Spielfeld konnte der WSV-Keeper nicht richtig einschätzen und ließ das Spielgerät aus den Händen fallen, genau vor die Füße von Kepper Sousa da Silva, der zum 5:2 im letzten Drittel einnetzte. Doch wer nun an eine Verbesserung des Torverhältnisses hoffte, wurde eines besseren belehrt. Wie schon gegen Münster fing der HSV nach einer 3-Tore-Führung an, die Konzentration zu verlieren. Wuppertal nutzte das und verbuchte noch weitere zwei Tore zum 4:5. Nun waren auch bei den Hansestädtern wieder Augen und Ohren gespitzt, so dass man diesen 3er über die Zeit bringen konnte.

 

 

 

 

 

HSV-Beachsoccer vs. Hertha BSC Beachsoccer 3:3

 

 

 

Im Abendspiel der beiden “Bundesligisten” wurde sich kein Zentimeter geschenkt. Die Berliner mussten auf Spielmacher Joel Nißlein (Footvolley) und Velten Tempke (nicht gemeldet) verzichten. Dafür mischte der Torgarant aus Ibbenbüren, Christian Stark, nach seiner Rotsperre wieder bei der alten Dame mit. Die gute Nachricht zuerst: Gegen uns ging er komplett leer aus. Leider reichte das nicht um den Sieg einzufahren.

 

Doch der Reihe nach.

 

Der Club aus der Hauptstadt startete besser in die Partie und legte mit 0:1 vor. Unser HSV-Debütant Abofazl fasste sich einige Minuten später ein Herz und konnte Hertha-Keeper Makschin mit einem krummen Aufsetzer bezwingen. Beide Teams verteidigten gut und so spielte sich das Geschehen vornehmlich zwischen den beiden Neun-Meter-Räumen ab. Die Hertha gewann wieder die Oberhand und erzielte im zweiten Drittel die 1:2 Führung. Doch die Kräfte der Berliner schienen, aufgrund der dünnen Personaldecke im mehr zu schwinden, doch der HSV-Beachsoccer tat sich schwer, dies zu nutzen. Denn neben wenig gefährlichen Toraktionen fanden sich doch einige Abschlüsse, die im Normalfall den weg ins Tor gefunden hätten. Dort stand in diesem Spiel aber ein bärenstarker Hertha Keeper, der reaktionsschnell zur Stelle war. Nicht jedoch bei dem Abschluss von Kepper da Silva, der sich im Berliner Strafraum durchsetzen konnte und den Ausgleich erzielte. Im letzten Abschnitt sah es lange Zeit so aus, wie in den 24 Minuten davor. Beide Mannschaften konnten sich auf die defensive verlassen, waren offensiv aber zu zahm. Bis mal wieder Kepper da Silva den Ball ins Tor wuchtete, diesmal per Kopf zum 3:2 wenige Minuten vor Spielende. Dann ging der Gegner auch noch  komplett auf dem personellen Zahnfleisch, da Abwehrchef Engelhardt verletzt raus musste und nicht zurück kommen konnte. Doch statt diesen Verlust zu nutzen und die 3 Punkte in Hamburg zu halten, kam die Hertha wenige Momente vor Spielende noch zum Ausgleich. Ein Kopfball landete am Pfosten und prallte dem Berliner Angreifer direkt vor die Füße, der zum Ausgleich einschob. Sekunden vor Abpfiff bot sich dem HSV noch die Chance alles positiv zu gestalten. Nach einem Konter vergab man aber freistehend vor dem Berliner Torwart. Lange Gesichter beim HSV, hatte man doch vorher durch die wenig gute Chancenauswertung die Punkte liegen gelassen.

 

 

 

Doch es blieb Zeit, am Sonntag den Spieltag noch äußerst positiv zu gestalten, beim Spiel

 

 

 

HSV-Beachsoccer vs. 1. FC Versandkostenfrei 3:4

 

 

 

Gegen den direkten Tabellennachbarn sollte nun der Spieltag mit einem Sieg abgerundet werden. Doch die Rostocker hatten gehörig was dagegen. Einem langen Abtasten folgte ein Doppelschlag der Mecklenburger, der von Abstimmungsschwierigkeiten in der HSV-Abwehr begünstigt wurde. 0:2 hinten, mal wieder mussten sich die Hamburger zurückkämpfen und das machten sie mit Bravour. Bis Mitte des zweiten Drittels schossen Kepper da Silva und Nico Ploogdie Elbstädter zurück ins Spiel. In der Zwischenzeit hatte man auch das Spiel übernommen, ohne richtig gefährlich vor dem Tor zu werden. Doch beim Gegner schwanden die Kräfte und es blieben noch 15 Minuten Zeit. Ein verschossener Neunmeter von da Silva sollte dann aber irgendwie zum Knackpunkt werden. Statt selber durch eine Standardsituation in Führung zu gehen, erhielten die Rostocker ihrerseits einen Freistoß zentral vor dem Tor und ließen sich nicht lange bitten. 3:2 für Rostock und der HSV fuhr nun noch mehr Risiko und Angriffe, die jedoch weiterhin mehr oder weniger verpufften. Um den Spiel die Spannung zu entziehen, bedurfte es mal wieder eines Pfiffes in Strafraumnähe. Nach einem Allerweltszweikampf kam Versandkostenfrei wieder zu einem Freistoß aus kurzer Distanz, zentral vor dem Tor und ließ die Chance abermals nicht ungenutzt. Abofazl konnte den Hamburger Anschluss zwar noch herstellen, aber in den letzten 10 Sekunden nach Wiederanpfiff ließen sich  die Rostocker Spieler den Ball nicht mehr abnehmen.

 

 

 

Somit kamen wir statt der erhofften 9 Punkte nur zu deren 4 und verfehlten den Sprung in die obere Region der Tabelle. Das dies hätte klappen können, zeigen eindrucksvoll die Bavaria Beach Bazis, die mit 3 Siegen von Platz 10 auf Platz 4 an diesem Wochenende sprangen.

 

 

 

Der HSV-Beachsoccer muss nun in den letzten zwei verbliebenen Spielen gegen das Bundesland Sachsen (Leipzig und Chemnitz) unbedingt zwei Siege holen, um noch eine Minimalchance auf den einzig vakanten Playoffplatz zu erhalten.

 

 

MS